Gürtel - Teil 3

Wie man den Gürtel bindet

Es gibt mehrere Möglichkeiten den Gürtel zu binden. Hier zeigen wir Euch zumindest die einfachste Methode.

Der Gürtel wird so gefaßt, dass beide Enden gleich lang sind, und nun die Hälfte um den Bauch legen.

 

Beide Enden werden nach hinten geführt und im Rücken das rechts kommende unter das links kommende Ende führen.

 

Das untergeschobene Ende wird nach vorn bis zum Bauchmitte geführt, wo es unter dem Gürtel hervorkommt.

 

Nun das andere Ende wird vorn um den doppelt gelegten Gürtel geschlungen.

 

Das untere Ende wird nach innen geklappt, ohne es zu verdrehen. Jetzt das obere Ende nach unten über das untere führen und durch die entstandene Schlaufe durch ziehen.

 

Den Knoten nach aussen festziehen und mittig ausrichten. Fertig.

 

Das Zusammenbinden des Ty soll außerdem die Verbindung zwischen Körper und Geist symbolisieren. Gleich lange Gürtelenden stehen für die Wahrung des Gleichgewichts zwischen der Technik und dem Geistigen in der Kampfkunst, welches unerlässlich ist. Der Knoten bedeutet das Yin & Yang (kor. tschan-tschi) der die Balance beider Gegensätze ausgleichen soll.

 

Man fragt sich warum wird der Gürtel zweimal um die Hüfte gelegen. Woher genau dies kam kann man sich heute nur so erklären das, dass Gürtelbinden aus der Samuraizeit stammt. Die Samurai trugen immer ein Schwerterpaar (Daishō) zu ihrer Kleidung. Um nicht beim tragen die kostbar verzierten Schwerter zu verletzen, steckte der Samurai sein Kurzschwert (Wakizashi) nach innen zum Körper und das Langschwert (Katana) zwischen den beiden Gürtelschlaufen. Heute gibt es von einigen Kampfsportausstatter auch kurze Gürtel die nur einmal um den Körper gebunden werden.
Der Gürtelknoten befindet sich am Habookbo, dem Energiezentrum des Vitalbereiches, der Körpermitte des Menschen. Dieser befindet sich einige fingerbreit unterhalb des Bauchnabels.